Die Idee hinter dem Theaterprojekt „Tod der Liebe“ basiert auf dem „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“. Dieses rief Papst Franziskus 2015 als ein ausserordentliches Heiliges Jahr aus. Vor diesem Hintergrund wurde in Zusammenarbeit mit Karim Habli und Jungwacht Blauring Wallis das Theaterprojekt „Tod der Liebe“ ins Leben gerufen.

Mit diesem Projekt erhalten Jugendliche aus dem deutschsprachigen Kantonsteil Gelegenheit, die Werke der Barmherzigkeit in den Blick zu nehmen und in ihrer Sprache auf moderne Art und Weise auf die Bühne zu bringen. Die Jugend soll sich frei damit auseinandersetzen: Was ist Barmherzigkeit heute? Ist Barmherzigkeit in der heutigen Gesellschaft noch vorhanden? Welche Bedeutung hat Barmherzigkeit im eigenen Leben? Ist „die Liebe tot“?

Die Suche beginnt und wird später in sieben Szenen dargestellt. Orientieren werden sich diese an den sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit, die wir auf die Gegenwart projizieren. Diese Spielszenen werden erst diskutiert, dann improvisiert und danach dramatisiert. Der Rahmen für die sieben unabhängigen Spielszenen ist die Musik, mit der Johannes Diederen ebenfalls mit unterschiedlichen Stilrichtungen auf die Werke eingehen wird.

Diese Uraufführung wird ein spannender Weg, der hoffentlich zum Schluss in Rom enden wird. Denn unser Wunsch ist es, nach den Aufführungen mit dem Projekt in den Vatikan zu reisen, um zu zeigen, wie ernsthaft sich Jugendliche mit dem Thema Barmherzigkeit auseinandersetzen. Das Besondere am Projekt ist: Es nehmen Jugendliche jeglicher Herkunft und Religionen teil, um genau dieser Frage nachzugehen: „Ist die Liebe tot?“.